14.08.2017, 00:00 Uhr

Verträge mit IT-Anbietern zur Installation von Hardware

Der Gesetzgeber fordert den Stammdaten-Abgleich, der nach heutigem Stand bis zum 31.12.2018 laufen soll und hierzu bedarf es der technischen Ausstattung unserer Praxen.

Zwischenzeitlich ist der bisher einzige Anbieter der erforderlichen Konnektoren, die Compu-Group, Koblenz, mit einer „Frühbucher-Aktion“ an seine Kunden herangetreten, um möglichst schon zeitnah Verträge zur Installation der Telematik-Strukturen abzuschließen. Der Anbieter bekräftigt sein Angebot mit der Aussage, dass die Erstattung der Kosten durch eine gestaffelte Vergütung geregelt sei. Wer zu spät käme, könnte daher auf einigen Kosten sitzen bleiben.

Nach unserem Eindruck besteht derzeit aber (noch) kein Grund für Sie, vorschnell zu handeln. Vor wenigen Tagen erreichte uns nämlich über den Internet-Dienst „heise online“ die Nachricht, der Vorstandschef der AOK-Bayern, Helmut Platzer, habe erklärt, dass „die elektronische Gesund-heitskarte faktisch vor dem Aus stehe“. Auch hochrangige Mitarbeiter von Ärzteverbänden und gesetzlichen Krankenkassen haben demnach verlauten lassen, dass es in der Bundesregierung Pläne gebe, die E-Card nach der Bundestagswahl für gescheitert zu erklären. Zusätzlich werden wohl auch von Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigungen Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieses IT-Projektes geäußert.

Wir von der VUV haben bekanntlich schon seit der Geburt dieses Mammut-Projektes vor deren Folgen und Risiken gewarnt und die Aktion „Stoppt die e-Card“ unterstützt.

Daher möchten wir Ihnen noch einmal empfehlen, jetzt keine kostenträchtigen Schnellschüsse in dieser Angelegenheit zu machen. Sie könnten unnötig sein.

Unser Rat:

Bis auf Weiteres noch keine Verträge mit IT-Anbietern zur Installation von Hardware abschließen!

Abwarten, ob das Projekt überhaupt Bestand hat.